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Sehr geehrte Damen und Herren    

Resümee zum 4. Jahrestreffen der Automobil-Supplier 3.3.04

Zusammenfassung:

Zum 4. Jahrestreffen der Automobilzulieferer wurden auch in diesem Jahr diverse Beiträge zum Datenaustausch über Nutzer-Portale präsentiert. Die allgemeinen Situation in der Automobilindustrie und im Speziellen das Verhältnis der OEM´s zu den Automobielzulieferen, stand jedoch im Vordergrund und wurde kontrovers diskutiert.

Volltext:

Die Erwartungshaltung an diese Veranstaltung deckte sich in großen Teilen mit den vorgetragenen Themen der umfangreichen Agenda.
Da die wenigen großen OEM´s immer mehr IT-Projekte mit direkter Anbindung an die Zuliefererindustrie ankündigen, waren Veranstaltungen wie das 4. Jahrestreffen eine gute Gelegenheit fachliche und informative Informationen über laufende Projekte zu erlangen.
Durch den immer größer werdenden Kostendruck bei gleichzeitig steigenden Anforderungen in den Bereichen e-Business / e-Commerce, ließen sich auch einige Emotionen, in der
atmosphärisch aufgeriebenen Beziehung zwischen OEM´s und Zulieferer, deutlich spüren.

In dem aktuellen Logistik Projekt "Belom" von BMW waren fast deckungsgleiche Abläufe
zu dem VW Projekt "AMES-T" zu erkennen, welches bereits im Jahre 1999 angekündigt wurde und bis heute nur wenige Zulieferer nutzen.
Für jeden Zulieferer stellt diese Situation gleich zwei IT-Projekte dar, zumal die Integration in ein ERP- und EDI- Umfeld mit nicht unerheblichen Investitionen verbunden wäre.
Nur leider gehen auch an dieser Stelle die OEM´s keine gemeinsamen Wege. Obgleich die Ankündigung von Vice President e-Business "Herr Mathias Braun" (Audi), in dem vorgestellten Partnerkonstrukt, anderes verlauten ließ.

Der Dienstleiter und Veranstalter des 4. Jahrestreffen, die Firma Indatex, zeigte sich von der innovativen Seite und präsentierte eine Portallösung, die die Forderung des BMW Projektes erfüllt und dabei keine Integration in das ERP-Umfeld der Zulieferer benötigt. Da alle großen Automobilkonzerne tendenziell die Konstruktion und Entwicklung, sowie die direkte Montage von Komponenten an die Zulieferen übertragen, werden nun auch die Geschäftsprozesse in der Lieferkette nach unten weitergeleitet. Weil die Neugestaltung der Geschäftsprozesse und die Integration bei den Lieferanten sehr zeitaufwendig ist, stellen die Automobilkonzerne Ihre Informationen gerne in konzerneigene Internetportale. Für die Zuliefererbetriebe ensteht an dieser Stelle ein neuer Medienbruch. Die teuer bezahlten EDI Konverter für das Auftrags- Liefer- und Rechnungswesen werden an dieser Stelle nicht mehr weiterhelfen.
Die Firma Indatex bietet daher eine Businessplattform "BIP" an, welche eine Schnittstelle zu den Portalen und auf der Zuliefererseite eine Integration in das Inhouseformat des Zulieferer ERP-Systems bietet. Quasi eine ASP Lösung, nur nicht für ein ERP System sondern für die ca. 8 großen OEM´s mit ihren zahlreichen Lieferantenportalen. Die Business Integration Plattform kurzgenannt "BIP", scheint bei der immer höher werdenden IT-Anforderung der Zuliefererbetriebe eine mögliche Alternative zu den derzeitigen EDI-Interpretern zu sein. Die manuelle Bedienung der OEM Portale wird auf Dauer kein Lieferant bezahlen können. Das Finanzierungsmodell der Indatex, pro Transaktion zu verrechnen, erscheint in diesem Zusammenhang eine faire Lösung zu sein. Jedoch werden die Zulieferer nur dann einen Systemwechsel beipflichten, wenn alle Nachrichtenprotokolle, Nachrichtenformate , die zahlreichen Dialekten und nahezu alle IT Projekte der OEM´s, in dieser "BIP" Lösung umgesetzt werden.

So investitionsschonend das auch klang, dennoch werden sich die Zulieferer in allen dieser OEM Projekte ersteinmal zurückhalten. Denn trotz Pflichtveranstaltungen oder angekündigter Restriktionen seitens der OEM´s, scheitern einige Projekte an der Entschlossenheit der Zulieferergemeinschaft diese Projekte mit Mißachtung zu strafen.

Das Portal User Management von der Firma ZF zeigte schon eher den einen oder anderen Zulieferer interessiert, da die Bedienung diverser Kunden-Portale (Behältermanagement, Gutschriftsanzeigen, Lieferfortschritt, Dokumentenaustausch usw.) schon heute bei allen Automobilzulieferen zum erschwerten Tagesgeschäft geworden sind. Diese dort aufgezeigten Beziehungsverpflechtungen zwischen OEM´s und first level Supplier, auf der Ebene von Informations- und Meldeportalen, waren den meisten Besuchern der Informationsveranstaltung sehr wohl bekannt.
Mit unübersichtlichen Anmeldeprozeduren wird leider, an der IT-Administration vorbei, die Verwaltung der Zugänge zu personalträchtigen Selbstläufern.

Rundum war das 4. Jahrestreffen der Automobil-Supplier eine sehr informative Veranstaltung mit reichhaltigen Kombinationen aus anstehenden Herausforderungen für Zuliefererbetriebe und gleichzeitigem Lösungsangebot großer IT-Dienstleister.

Dennoch war die Gier der Informationsbeschaffung über anstehende IT-Projekte größer, als die Wahl des kleinern oder größeren Übels zur Umsetzung diverser Projekte. Zumal die meisten Zuliefererbetriebe nach der Zustimmung neuer B2B Projekte mit zahlreichen Belastungsanzeigen bei Nichterfüllung, Verspätung oder Abweichung bestraft werden.

Um den Zulieferbetrieben eine Übersicht alle laufenden B2B Projekte zu geben, bietet die Firma F&M Consulting als System unabhängiges Beratungsunternehmen für Automobilzuliefererbetriebe notwendige Beratungshilfe an.

In einem eintägigen Workshop werden zahlreiche B2B Projekte klassifiziert und nach einem Kosten- / Nutzenschema bewertet. Die jeweilige Lösung für eine Datenharmonisierung zwischen dem Kunden und dem Lieferanten ist leider nicht mit einem Multifunktionsstecker zu bewältigen. Dennoch gibt es zahlreiche technische, organisatorische und bezahlbare Lösungen, um den Forderungen der OEM´s nachzukommen und gleichzeitig die eigene Wertschöpfungskette im Auge zu behalten.


 
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