Reorganisation - bedarfsgerechte Fertigungsplanung und Steuerung für Kleinserien in der Automobil-Zulieferindustrie

Um in Zukunft den genannten Anforderungen erfolgreich begegnen und sich wirtschaftlich behaupten zu können, müssen die kleinen und mittelständischen Betriebe - repräsentativ vertreten durch das Verbundprojekt mit seinen Teilnehmern - ihre Prozesse, Aufgaben und Systemstrukturen effizienter gestalten. Hieraus ergeben sich für das geplante Projekt grundsätzlich folgende Handlungsfelder:

  • Optimierung der Geschäftsprozesse durch ein mitarbeiter- und systemgerechtes Change-Management,
  • Qualifizierung der Mitarbeiter zur Anwendung moderner Methoden und Techniken,
  • Unterstützung routinierter Planungs- und Prüfungsaufgaben durch "passende" Methoden und EDV-gestützte Werkzeuge,
  • Verbesserung des Kommunikations- und Informationsprozesses im Unternehmen und mit Geschäftspartnern.

Um eine Planungssicherheit auch unter hoher Auftragslast in der Produktion sicherzustellen, ist eine genaue Festlegung der Geschäftsprozesse (wer, was, wann) und eine Unterstützung durch geeignete Systemprozesse IT (wie) notwendig. Da eine Fertigung vielen unplanmäßigen Einflüssen ausgesetzt ist (z.B. Musteraufträge, Materialumstellungen, Zusammenfassung von Auftragsmengen, Eilaufträge), gilt es, diese zu bestimmen und möglichst zeitnah zu „melden“. Das Meldewesen soll aussagekräftige Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung liefern und der Produktionsleitung einen stetigen Überblick von Planabweichungen aufzeigen sowie notwendige Entscheidungshilfen zu Ausweichkapazitäten liefern. Die erfassten produktiven und unproduktiven Zeiten dienen dem Controlling, um Planvorgaben zu erarbeiten und somit zunehmend realistische Durchlaufzeiten für die einzelnen Produkte in dem vorhandenen ERP-System einzustellen.

Das Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Arbeitsqualität und Mitarbeiterzufriedenheit!

Hierzu sollen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entsprechend den rückgemeldeten Kennzahlen besser als bisher gemäß ihren Neigungen und ihrer (motorischen) Leistungsfähigkeit eingesetzt werden. Gleichzeitig soll somit die Abkehr von monotonen Arbeitsabläufen und eine Anreicherung der Arbeitsqualität erreicht werden.

Für Mitarbeiter, die mehrere Maschinen bedienen, soll z.B. folgendes gelingen:

  • die "Strecke" der zu bedienenden Maschinen bestmöglich für den jeweiligen Mitarbeiter gestalten (Frage der Werkzeugbestückung, der Wegeplanung, der Lagerwirtschaft etc.),
  • optimale Maschinenbedienung durch eine effektive Arbeitsplatzgestaltung,
  • Komplettmontage direkt am Arbeitsplatz (umfassende Verantwortung des Mitarbeiters für ein Produkt).

Die oftmals bei KMUs vorherrschende primär technisch strukturierte Denk- und Handlungsweise soll mit Hilfe des Projektes in eine „moderne“ Denkweise und in ein zukunftorientiertes Verständnis von Kundenorientierung (sowohl intern als auch extern ausgerichtet) bzw. in Dienstleistung „am Kunden“ bei allen Beteiligten gewandelt werden. Die Mitarbeiterqualifizierung „im Denken und Handeln“ mit Ausbau der Fach- und Führungskompetenz ist daher ein wesentlicher Bestandteil des Verbundprojektes. Besonders die Problematik von immer wieder auftretenden Reibungs- und Kommunikationsverlusten soll künftig durch qualifizierende Schulungsmaßnahmen zur Vermittlung einer konstruktiven Problemlösungskompetenz und den Aufbau interaktiver Teamstrukturen minimiert werden. In Ergänzung dazu steht die aktive Berücksichtigung der Bedürfnisse und Engpässe z.B. bei Mitarbeiterinnen mit Kindern im Tagesgeschäft.

Im Ergebnis soll einerseits eine nachhaltige Stärkung der beteiligten Unternehmen im Markt und Wettbewerb sowie andererseits die nachhaltige Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleistet werden.

Verbundthema und Lösungsansatz:
Aus technischer Sicht ist es im Rahmen der Systemprozeßoptimierung erforderlich, ein adäquates System zur Projektplanung und -steuerung auf Basis einer Open-Source-Lösung zu implementieren. Dieser Lösungsansatz ermöglicht allen Partnern ein Maximum an DV-technischer Flexibilität und bietet somit jedem Unternehmen die unmittelbare Anwendbarkeit und Einsetzbarkeit. Die spezifischen Kriterien dieses Planungs- und Steuerungsmoduls, insbesondere unter Berücksichtigung der erforderlichen internen und externen Schnittstellenkompatibilität, werden im Rahmen des Soll-Konzeptes - unter Berücksichtigung der Anforderungen gewachsener Organisationsstrukturen und der Belange der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen - definiert.

Projektträger

F & M Consulting

Tiergartenstrasse 54 G
47053 Duisburg
Jörg Rehage

In Zusammenarbeit mit folgenden Unternehmen:

Overath GmbH, Lohmar
Junkerwerk Linder GmbH & Co. KG, Solingen
ETEC Gesellschaft für Technische Keramik mbH, Lohmar

Weitere Projektinformationen

Art des Projektes Verbundprojekt
Bearbeitete Themenfelder:
  • Aufbau- und Ablauforganisation
  • Chancengleichheit für Frauen und Männer
  • Neue Technologie
  • Personalentwicklung / Weiterbildung

Zielgruppen in den Unternehmen, die hinsichtlich Beratung und Qualifizierung besonders angesprochen werden sollen:

  • Geschäftsführung
  • Führungskräfte
  • Fachkräfte
  • Frauen
  • Arbeitnehmer insgesamt
Federführende Region: Bonn / Rhein-Sieg
Anzahl der beteiligten Unternehmen: 3
Original Website des Landes NRW